Kapitel 2 · Univariate deskriptive Statistik
Grafische Darstellungen
Diagramme für diskrete Merkmale
- Stabdiagramm: über jeder Ausprägung ein senkrechter Strich der Höhe (oder ) — höhenproportional.
- Säulendiagramm: wie Stabdiagramm, aber mit Rechtecken (Breite bedeutungslos).
- Kreisdiagramm: flächenproportional, Sektorwinkel .
Da Flächen optisch leicht falsch eingeschätzt werden, sind Kreisdiagramme nur für nominale Merkmale zu empfehlen; sonst Stab-/Säulendiagramme.
Das Histogramm — Fläche statt Höhe
Bei vielen Ausprägungen bildet man Klassen der Breite und zeichnet Rechtecke mit
Genau hier liegt die häufigste Falle: Nur bei konstanter Klassenbreite ist das Histogramm höhenproportional. Bei ungleichen Breiten zählt die Fläche. Probiere es — verschiebe die Klassenanzahl und beobachte, wie sich Form und Dichte ändern, während die Gesamtfläche stets 1 bleibt:
Faustregeln für die Klassenanzahl: oder .
Form der Verteilung
- Modalität: unimodal (ein Gipfel), bimodal (zwei), multimodal (mehrere).
- Symmetrie/Schiefe: linkssteil (rechtsschief, Ausläufer nach rechts) vs. rechtssteil (linksschief, Ausläufer nach links).
Klausurfalle: »Höhe = Häufigkeit« stimmt nur bei gleichen Klassenbreiten. Bei ungleichen Breiten ist die Fläche die Häufigkeit.
Abruf-Quiz
Frage 1 / 3Beim Histogramm mit **ungleichen** Klassenbreiten ist proportional zur Häufigkeit die …