Kapitel 7 · Schätzverfahren
Prüfverteilungen: χ² und t
Zentrale Schwankungsintervalle
Bevor man schätzt, lohnt der Blick auf die Streuung der Normalverteilung. Das zentrale Schwankungsintervall um enthält die mittleren :
| 90 % | 1,64 |
| 95 % | 1,96 |
| 99 % | 2,58 |
Das ist die 68-95-99,7-Regel in Quantilform — und der Bauplan für Konfidenzintervalle.
Die χ²-Verteilung
Quadriert und summiert man unabhängige Standardnormalvariablen, entsteht die χ²-Verteilung mit Freiheitsgraden:
Sie ist rechtsschief und nur für definiert. Sie beschreibt u. a. die Verteilung der Stichprobenvarianz und liegt χ²-Tests zugrunde.
Die t-Verteilung
Ersetzt man im standardisierten Mittelwert das unbekannte durch die Schätzung , folgt die Größe nicht mehr exakt einer Normalverteilung, sondern der t-Verteilung (Student):
Sie ist symmetrisch um 0, hat aber schwerere Ausläufer als die Normalverteilung — Ausdruck der zusätzlichen Unsicherheit durch das geschätzte . Für konvergiert sie gegen (ab kaum noch ein Unterschied).
Merke: bekannt → Normalverteilung (z). geschätzt → t-Verteilung. Genau diese Fallunterscheidung kehrt bei Konfidenzintervallen und Tests wieder.
Abruf-Quiz
Frage 1 / 3Z ~ N(0,1). Welcher Anteil liegt im zentralen Schwankungsintervall [−1,96; 1,96]?