Statistik

Kapitel 6 · Stetige Zufallsvariablen und Verteilungen

Stetige Zufallsvariablen & Dichte

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Was ist eine Dichte?

Eine Zufallsvariable XX heißt stetig, wenn es eine Funktion f(x)0f(x)\ge 0 gibt mit

P(aXb)=abf(x)dxP(a \le X \le b) = \int_a^b f(x)\,dx

ff heißt Wahrscheinlichkeitsdichte. Entscheidend: Nicht der Funktionswert, sondern die Fläche unter ff ist eine Wahrscheinlichkeit. Daraus folgt die Normierung:

+f(x)dx=1\int_{-\infty}^{+\infty} f(x)\,dx = 1

Punkte haben Wahrscheinlichkeit null

Eine Besonderheit stetiger Zufallsvariablen:

P(X=x)=0fu¨r jedes xRP(X = x) = 0 \quad\text{für jedes } x \in \mathbb{R}

Eine Fläche der Breite 0 hat keinen Inhalt. Deshalb sind die Intervallgrenzen egal:

P(aXb)=P(a<X<b)P(a \le X \le b) = P(a < X < b)

Verteilungsfunktion

Die Verteilungsfunktion ist das Integral der Dichte:

F(x)=P(Xx)=xf(t)dtF(x) = P(X \le x) = \int_{-\infty}^{x} f(t)\,dt

Sie ist stetig und monoton wachsend von 0 auf 1. Umgekehrt ist die Dichte die Ableitung: f(x)=F(x)f(x) = F'(x). Für Intervalle gilt

P(aXb)=F(b)F(a),P(X>a)=1F(a).P(a \le X \le b) = F(b) - F(a), \qquad P(X > a) = 1 - F(a).

Klausurfalle: Bei diskreten ZV ist FF eine Treppenfunktion, bei stetigen eine glatte Kurve. Und P(X=x)=0P(X=x)=0 gilt nur im stetigen Fall.

Quellen:K05 S.327, K05 S.328, K05 S.331, K05 S.332, K05 S.333, K05 S.334, K05 S.338

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Für eine stetige Zufallsvariable X gilt P(X = x) = …