Kapitel 7 · Schätzverfahren
Konfidenzintervalle
Punktschätzung plus Unsicherheit
Eine Punktschätzung schwankt von Stichprobe zu Stichprobe. Ein -Konfidenzintervall ist ein zufälliges Intervall, das den festen, unbekannten Parameter mit Wahrscheinlichkeit überdeckt. heißt Irrtumswahrscheinlichkeit (üblich 0,10 / 0,05 / 0,01).
Was »95 %« wirklich heißt
Stelle das Konfidenzniveau und ein und ziehe viele Stichproben — etwa 95 % der Intervalle treffen das feste :
Das wahre ist fest, das Intervall ist zufällig. „95 %“ bezieht sich auf das Verfahren über viele Stichproben — nicht auf ein einzelnes, bereits berechnetes Intervall.
Fall 1: σ bekannt (z-Intervall)
Bei normalverteiltem mit bekanntem :
Beispiel: , , , 95 % → .
Fall 2: σ unbekannt (t-Intervall)
Wird durch geschätzt, tritt die t-Verteilung mit Freiheitsgraden an die Stelle der Normalverteilung:
Beispiel: , , , 95 → .
(Beide Intervalle im Test gegen den Kern reproduziert.)
Breite und Sonderfall n > 30
Drei Stellschrauben bestimmen die Breite:
- Niveau ↑ → Intervall breiter
- Streuung ↑ → breiter
- Stichprobenumfang ↑ → schmaler (Breite )
Für darf man auch bei unbekanntem mit dem -Quantil rechnen (, Normalapproximation).
Klausurfalle: Erst die Fallfrage klären — bekannt → z, unbekannt → t (df ). Und die „95 %“ nie auf das eine berechnete Intervall beziehen.
Abruf-Quiz
Frage 1 / 4Körpergröße weiblich: x̄=169,5, σ=10 (bekannt), n=20. Halbe Breite des 95 %-KI (z=1,96)? (2 Nachkommastellen)