Der Gauß-Test vergleicht einen hypothetischen Erwartungswert μ0 mit dem
unbekannten μ, wenn σbekannt ist (oder n>30). Prüfgröße:
Z=σ/nXˉ−μ0∼H0N(0,1)
Ein- und zweiseitig
Hypothesen
Ablehnung von H0
H0:μ=μ0 gegen H1:μ=μ0
∣Z∣>z1−α/2
H0:μ≥μ0 gegen H1:μ<μ0
Z<−z1−α
H0:μ≤μ0 gegen H1:μ>μ0
Z>z1−α
Beim zweiseitigen Test verteilt sich α auf beide Enden (α/2 je
Seite), beim einseitigen liegt das ganze α auf einer Seite — dort ist
der kritische Wert näher an 0 (z1−α statt z1−α/2).
Verschiebe die Prüfgröße und α und wechsle die Seitigkeit:
p-Wert = 0.2077krit. Wert = ±1.96H₀ beibehalten
Die gelbe Fläche ist der p-Wert (so extrem oder extremer als z, falls H₀ gilt), die rote der Ablehnbereich zum Niveau α. Regel: p < α ⇒ H₀ verwerfen — äquivalent dazu liegt z dann im roten Bereich.
Klausurfalle: Seitigkeit aus der Fragestellung ableiten. »Weicht ab«
→ zweiseitig; »ist kleiner/größer als« → einseitig. Der einseitige kritische
Wert (z0,95=1,64) ist kleiner als der zweiseitige (z0,975=1,96).