Statistik

Kapitel 5 · Diskrete Zufallsvariablen und Verteilungen

Diskrete Zufallsvariablen

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Von Ergebnissen zu Zahlen

Ergebnisse von Zufallsvorgängen sind nicht immer Zahlen (z. B. »Kopf«/»Zahl«). Eine Zufallsvariable XX ordnet jedem Ergebnis eine Zahl zu. Den konkreten Wert bei einer Durchführung nennt man Realisierung xx, die Menge aller möglichen Werte den Träger TT.

XX heißt diskret, wenn TT endlich oder abzählbar ist.

Wahrscheinlichkeitsfunktion

Die Verteilung von XX ist durch P(X=xi)=piP(X = x_i) = p_i gegeben. Die Wahrscheinlichkeitsfunktion ist

f(x)={pix=xiT0sonst,ipi=1f(x) = \begin{cases} p_i & x = x_i \in T \\ 0 & \text{sonst} \end{cases}, \qquad \sum_i p_i = 1

Sie ist das Analogon zur relativen Häufigkeitsverteilung — nur dass jetzt Wahrscheinlichkeiten statt beobachteter Häufigkeiten stehen.

Verteilungsfunktion

Die Verteilungsfunktion summiert die Wahrscheinlichkeitsfunktion auf:

F(x)=P(Xx)=i:xixf(xi)F(x) = P(X \le x) = \sum_{i\,:\,x_i \le x} f(x_i)

Sie ist eine monoton wachsende Treppenfunktion, springt an den xix_i um pip_i nach oben (rechtsseitig stetig, oberer Wert an der Sprungstelle) und geht von 0 auf 1. Nützliche Rechenregeln:

P(X>a)=1F(a),P(a<Xb)=F(b)F(a)P(X > a) = 1 - F(a), \qquad P(a < X \le b) = F(b) - F(a)
Quellen:K04 S.267, K04 S.268, K04 S.272, K04 S.273, K04 S.276, K04 S.277, K04 S.281

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Frage 1 / 3

Was ist eine Zufallsvariable, was eine Realisierung?